„Was Paartanz alles kann … wenn das Miteinander an erster Stellte steht.

 

Ich denke es ist Zeit, das erste große Missverständnis von Paartanz aus dem Weg zu räumen. Nein, es geht dabei nicht darum, Führen und Folgen zu lernen.

Es geht vielmehr darum zu erkennen,
– wie wir gemeinsam ein Team bilden können
– wie wir mit dem Partner körperlich „reden“ und kreativ sein können
– wie wir uns Selbst und den Partner fühlen und wahrnehmen können

In meiner Zeit als Tanzpartnerin habe ich schon viel erlebt, was ich meinte, dass von mir erwartet wird. Und bin dabei zu einem Fazit gekommen. Jedem Tanzpartner ist wichtig bei der Partnerin gut anzukommen und Anerkennung zu bekommen. Das Wohl des Partners ist beim Tanzen mindestens so hoch bewertet, wie das eigene „Tanzenkönnen“.
Deshalb ist für mich die logische Folgerung, dass wir uns beim gemeinsamen Lernen dieser Körpersprache mit einer 50/50 Aufteilung der Verantwortung bewegen. Wenn beide gleichviel Energie beitragen, fühlt es sich ausgeglichen, auf Augenhöhe und stärkend für beide an.

Wie geht das?
Das sogenannte „Führen“ beinhaltet mindestens 2 Phasen – das aktive Bewegen und das Nachfühlen und Beobachten der Partnerbewegung.
Das sogenannte „Folgen“ hat die gleichen Phasen . Hier kommt zuerst das Fühlen und/oder Beobachten der Partnerbewegung und dann das aktive Bewegen. Somit machen wir im Prinzip das gleiche – nur in umgekehrter Anordnung! Natürlich gibt es das in unterschiedlicher Ausdrucksform und in manchen Tänzen geht es mehr übers Beobachten, in anderen mehr übers Fühlen – je nach körperlichem Abstand und Struktur des Tanzes. Nimmst du zum Beispiel einen Langsamen Walzer, wirst du viel mehr über das Körpergefühl wahrnehmen, während du bei einer Salsa auch viel mit den Augen erkennen kannst.

Welche Rolle hat die Musik dabei?
Eine enorm Wichtige! Über die Musik haben wir eine Verbindung unserer Grundbewegung. Auf die Musik bauen die essentiellen Schrittmuster und darunterliegenden Bewegungsbilder auf. Wenn wir gemeinsam Tanzen lernen, dann bauen wir jeweils die eigenen „Tanz-Tools“, die Verbindung zur Musik, und die Körpersprache mit dem Partner auf.

Stell dir vor, du könntest beim Tanzen mit deinem Partner/deiner Partnerin deinen Bewegungsdrang ausleben und dabei auch noch von Herzen miteinander Lachen und Spaß haben.  Ich weiß, dass das geht.

Miteinander Tanzen ist … körperlich, geistig und emotional
– einander näher kommen
– sich gegenseitig unterstützen
– Freude miteinander teilen
– gemeinsam die individuelle Kreativität wiederentdecken
– agieren und reagieren auf und mit dem Partner

Diese Tanzphilosophie ist für mich das Herz des „Social Dance“. Der Tanzszenen von Salsa, Tango Argentino, West Coast Swing, Lindy Hop, Bachata etc. Und sie lässt sich in allen Gesellschaftstänzen anwenden und ausleben.

Das vorherrschende Verständnis, dass  die Tanzpartnerin die Passive und der Führende der Aktive ist, gibt es im Social Dance so nicht und ist für mich auch kein Erfolgsmodell. Deshalb lade ich Dich ein, zu mehr Freiheit und gegenseitiger Inspiration beim miteinander Tanzen.
Der unglaubliche Gewinn für deine Persönlichkeit wird vielleicht auch dir ein echtes Strahlen ins Gesicht zaubern.

 

Move on & dance your Life!

Deine Fiona